AMBULANT BETREUTES WOHNEN IM WOHNPROJEKT "EULENSPIEGEL"

Mieter

Schleswiger Werkstätten

Ort

Schleswig

Baujahr

2014

Heizungssystem

2 x Luft/Wasser-Wärmepumpe NIBE F2300-20 + Trennspeicher NIBE UKV + Regelung NIBE SMO40 + Trinkwasserstationen

Zuständiger Fachbetrieb

Jörg Szenguleit GmbH

Die Mietergemeinschaft des Wohnprojektes "Eulenspiegel" ist eine von aktuell zwei Mietergemeinschaften des Ambulant Betreuten Wohnens (ABW) der Schleswiger Werkstätten. Träger ist die Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie, die soziale Aufgaben in ganz Schleswig-Holstein wahrnimmt. Die Schleswiger Werkstätten und Wohneinrichtungen bieten Menschen mit Behinderungen Teilhabe am Arbeitsleben und eigenen Wohnraum in verschiedenen Formen. Das Angebot reicht dabei von vollstationärem, gemeinschaftlichem Wohnen bis zum ambulant begleiteten Wohnen in der eigenen Wohnung. Das ABW begleitet aktuell 115 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen in Schleswig und dem Kreisgebiet.

Das Wohnprojekt "Eulenspiegel" bietet seit Anfang 2014 Wohnraum für 19 Personen. Die Bewohner haben hier die Möglichkeit, ein weitgehend selbständiges Leben zu führen. Das Konzept sieht vor, dass die Mieter sich bewusst für eine Form der Gemeinschaft entscheiden. Der größte Teil der Mieter wird ambulant pädagogisch in der Lebensbewältigung unterstützt. Der Umfang der Betreuungsleistungen richtet sich nach der jeweiligen geistigen, körperlichen und/oder seelischen Behinderung. Feste Bezugspersonen und vertraute Räumlichkeiten tragen dazu bei, dass für die Bewohner ein hohes Maß an Sicherheit entsteht. Bei aktuellen Fragen und Nöten besteht auch außerhalb der fest terminierten Betreuungskontakte immer die Möglichkeit, sich an die Mitarbeiter des ABW zu wenden. Neben der professionellen Hilfe bietet das Leben in der Gemeinschaft sowohl soziale Kontakte, Kommunikationsmöglichkeiten und gegenseitige Unterstützung als auch Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten. Das Wohnprojekt befindet sich in einem neuen, noch wachsenden, Wohngebiet und unterstützt somit die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft.

Was die Heizungstechnik betrifft, hat man sich zum ersten Mal für eine Wärmepumpe anstatt einer Gasheizung entschieden. Die Warmwasserbereitung erfolgt über Trinkwasserstationen und wird durch eine Solaranlage unterstützt. Für die Mieter bedeutete die installierte Fußbodenheizung zunächst eine Umstellung, an die sie sich erst gewöhnen mussten. Im Gegensatz zu den gewohnten Heizkörpern wird die Wärme nun konstant, auf niedrigem Temperaturniveau, abgegeben. Die Temperatur muss also nicht mehr an den Thermostatventilen der Heizkörper hoch- und runtergeregelt werden. Positiver Nebeneffekt ist, dass man sich hier aktiv mit dem Thema Energiesparen beschäftigt und damit auch die Energiekosten niedrig gehalten werden. Seit Installation der Wärmepumpe liegen die monatlichen Energiekosten bei durchschnittlich ca. 25 Euro pro Zwei- Zimmer Wohneinheit.

Nach den in jeder Hinsicht positiven Erfahrungen mit dem Wohnprojekt „Eulenspiegel“ soll bis 2017 eine weitere Wohneinrichtung nach gleichem Vorbild realisiert werden.

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